Insektenhotel selber bauen

Ein Insektenhotel selber bauen – leichter als vermutet

Ein Insektenhotel ist schön, ein sinnvoller Schutz für Insekten und zudem auch noch interessant für Beobachtungen.

Praktisch ist es, für den Hotelbau rechtzeitig Holzreste und Baum- sowie Strauchschnitt zu sammeln und zu trocknen.

Ein schönes Insektenhotel und damit ein wichtiger Nistplatz für Insekten lässt sich ganz einfach mit wenigen Mitteln selbst herstellen und ist auch noch eine Zier für Balkon oder Garten.

Buchtipp*

Ein Holzkasten, einfach bestückt mit auf etwa acht Zentimeter Länge zurecht geschnittenen Holunderabschnitten, die man vor dem Verbauen im Hotel zunächst trocknen lässt sowie Rundhölzern von Besen- oder Schaufelstielen und zugeschnittene Restholzklötze reichen schon auf.

In die Holzstiele und Holzklötze bohrt man in voller Bohrerlänge Löcher von drei bis sechs Millimetern Durchmesser für die Insekten und legt diese Hölzer zusammen im hölzernen Kasten sinnvoll an. Mit zwei Alulaschen auf der Rückseite der Holzbox ist dann auch noch eine Aufhängemöglichkeit schnell angebracht.

Auch sehr schön: Ton in Holz

Natürliche Materialien lieben die Insekten – und dazu gehört eben auch Ton. Für ein solches Insektenhotel braucht man ein Holzgehäuse, das mit umweltfreundlicher Farbe gestrichen wird. Dazu einen Tonklotz in den Abmessungen 15 x 30 Zentimeter. Solche Klötze sind in Bastelgeschäften zu finden und eigentlich für Töpferarbeiten gedacht.

In den Tonklotz werden mit Nägeln, Stricknadeln oder anderen Gegenständen Löcher unterschiedlichen Durchmessers eingebracht. Der Tonklotz wird nun trocknen lassen, wobei man zwischendurch die vorgearbeiteten Löcher noch einmal nacharbeiten sollte. Der Tonklotz wird dann in das Holzgehäuse eingelegt, das wiederum mit Dachpappe abgedeckt. Ton schrumpft nach einigen Tagen etwas, deshalb macht es Sinn, das Holzgehäuse mit einem Holzrahmen zu versehen.

Ein Zuhause für Wildbienen

Auch für Wildbienen lässt sich ein tolles Insektenhotel bauen.

Die wichtigste Zutat dafür sind Wabenhölzer, die von Pfahlbohrmuscheln durchlöchert sind und die es im Zoofachhandel gibt. Zwei dieser Wabenhölzer werden in ein Holzgehäuse eingebracht, wobei die Zwischenräume in der Mitte der Hölzer mit Lehm angefüllt werden. Auch der Lehm dient den Wildbienen als Zuhause, wenn man hier Löcher eindrückt.

Einige Wildbienenarten graben sich ihre Nistgänge lieber selbst. Für diese Arten bietet man einen Holzkasten, gefüllt mit magerem Lehm mit hohem Sandanteil an. Dieser Lehm wird nicht so hart, ist deshalb für die Bienen zum Nestbau perfekt. Testen kann man die ideale Konsistenz des Lehms, wenn er nach dem Trocknen noch mit einem Fingernagel eingeritzt werden kann ohne zu zerbröckeln.

Insektenhotel aus Bambusabschnitten

Um ein Insektenhotel aus Bambus zu schaffen, wird Bambusrohr zunächst in ungefähr acht Zentimeter lange Stücke gesägt. Der Eingang der Rohe wird dann entgratet. die Tiefe der Gänge sollte bei etwa sechs Zentimetern liegen, bei Bedarf können die Gänge tiefer gebohrt werden.

Danach wird ein Holzgehäuse oder eine einfache Blechdose mit der Öffnung nach oben auf einen Arbeitstisch gelegt. Die einzelnen Bambusrohre werden nun im Holzkasten arrangiert, wobei die Rückseite des Holzkastens zunächst mit einer etwa zwei Zentimeter starken Schicht frostsicherem Fliesenkleber ausgestattet wird.

Dann werden die Bambusabschnitte nur noch in den Kleber gedrückt und das Insektenhotel vor dem Aufhängen ausreichend austrocknen gelassen.

Wer mehr Erfahrung im selber machen hat, dem haben wir hier 3 Links herausgesucht die  Baupläne für großartige Insektenhotels bieten.

Viel Spaß beim Bau ihres eigenen Insektenhotels

Weitere Infos finden Sie auf unserer Insektenhotel FAQ Seite